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Kleine Rechenaufgabe

Gewisse Exponente einer "gewissen Partei" berufen sich immer wieder auf das eine Drittel unserer Bevölkerung, das anlässlich der NR-Wahlen vom vergangenen Oktober den designiterten Ex-BR B. gewählt haben soll.

So, und hier beginnt meine Studie.

Folgende Fakten haben wir:
Die Schweiz hat 7.5 Mio Einwohner.
Davon sind 80% wahlberechtigt.
Davon sind 48.3% an den NR-Wahlen an die Urne gegangen.

Davon haben 28.9% die "gewisse Partei" gewählt.
Dies heisst also, dass rund 838'100 Personen die "gewisse Partei" gewählt haben.
Wie viele davon den deisgnierten Ex-BR B. am Mittwoch gewählt hätten, lässt sich natürlich nicht eruieren.

Fazit:
Mein ehemaliger Mathelehrer hätte seine helle Freude an mir. Sogar ich als  mathematische Null erkenne nämlich, dass nicht ein Drittel der Schweizer Bevölkerung sondern gerade mal 11% nicht den designierten Ex-BR B. sondern eben die "gewisse Partei" gewählt haben.

Ich möchte zudem noch anmerken, dass sich 28.9% näher bei 25% - also einem VIERTEL - befindet als bei den vielzitierten 33.3333, welche einem Drittel entsprechen würde.

Comments (5)  Permalink

comments

T.M. @ 14.12.2007 14:11 CET
Sehr aufmerksam, madame pri.

Das willkommene Verfahren, demokratische Mehrheitsverhältnisse nicht nur lediglich anhand der Anzahl abgegebenen Stimmen zu ermitteln, sondern sogar nur anhand der gültigen, ist etwas, das eingefleischten Demokraten leicht von der Hand geht. Wie ja auch beispielsweise mehrere Wahlgänge hintereinander unter unverändert gleichen Bedingungen (man muss die Wähler nur oft genug fragen, bis man das richtige Ergebnis hat) oder die Proklamation von prozentualen Hürden. So sichert man Mehrheiten für Mächtige, unabhängig vom Wahlvolk.
Pri @ 14.12.2007 15:11 CET
Die Demokratie ist halt unterschiedlich interpretierbar... Jedem nach seinem Gusto!
rah @ 17.12.2007 09:44 CET
sehr gut frau pri!
bedauerlich an der ganzen Sache ist aber etwas ganz Anderers: Der Umstand, dass eben nur 48% an die urne gingen und, dass diese zahl bei den nächsten wahlen noch tiefer sein wird, wenn sich die menschen nicht mehr an blocher im bundesart anstoss nehmen können.
schade, dass die schweizerinnen und schweizer ihre demokratischen rechte mit füssen treten.
;(
R
Pri @ 17.12.2007 20:44 CET
Liebe Rah, da hast du leider recht! Ich habe mir allerdings bereits bei diesen Wahlen überlegt, ob ich an die Urne soll, weil mich das ganze Affentheater um die SVP, bei dem unsere liebe Presse kräftig mitmischte, unglaublich auf die Nerven ging. Also werde ich im 2011 sicher wählen gehen, da die Schlammschlacht im Vorfeld kaum schlimmer werden kann... ;-)
rah @ 18.12.2007 09:28 CET
gute einstellung frau pri. von ihnen hätte ich nichts anderes erwartet!
r

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