Wie die Zeit vergeht...
Gestern Nacht ist mir etwas eingefallen.
Es ist nämlich ziemlich genau 10 Jahre her, dass ich mein Leben total auf den Kopf gestellt hatte. Ich startete meinen Job als Reiseleiterin. Ich kündigte Job und Wohnung und packte mein Hab und Gut packte Bananenschachteln. Sie sollten sechs Jahre bei meinen Eltern auf dem Estrich stehen, während ich um die ganze Welt düste.
Ich lernte neue Menschen kennen. Ich versuchte mich in fremden Kulturen zurecht zu finden, meistens klappte es, einmal überhaupt nicht. Ich kam in Kontakt mit netten, unfreundlichen, zufriedenen, frustrierten, agressiven und interessierten Feriengästen. Ich lernte neue Sprachen oder versuchte es zumindest. Ich lernte, mich durchzusetzen, auf eigenen Beinen zu stehen, Verantwortung zu übernehmen, in grossen und kleinen Teams zu arbeiten, oder auch alleine eine Destination zu führen. Ich probierte viele neue Spesen (bei einigen Dingen brachte ich es nicht über mich, sie in den Mund zu nehmen...), arbeitete hart und genoss Sonne und Meer.
Es waren spannende sechs Jahre, die mich stark geprägt haben. Trotzdem bin ich froh, den Absprung geschafft, einen tollen Freund, eine schöne Wohnung und nette Freunde gefunden zu haben. Das Zigeunerleben war anstrengend und am Ende waren es genau die Dinge, welche am Anfang interessant waren, die mir verleideten: nette Kollegen kennen lernen und nach einer tollen Saison wieder verabschieden zu müssen, in Hotels oder möblierten Wohnungen zu leben, kein fester Freundeskreis, keine Familie. Sogar der ewige Sonnenschein an den Ferienorten begann mich zu nerven. Ich, die Sonnenanbeterin und Sommerfreundin, vermisste die Jahreszeiten!!
Die Zeit im Ausland hat mir geholfen, Schweizerin zu werden und meine Heimat mit ihren Vor- und Nachteilen lieben zu lernen.
Es ist nämlich ziemlich genau 10 Jahre her, dass ich mein Leben total auf den Kopf gestellt hatte. Ich startete meinen Job als Reiseleiterin. Ich kündigte Job und Wohnung und packte mein Hab und Gut packte Bananenschachteln. Sie sollten sechs Jahre bei meinen Eltern auf dem Estrich stehen, während ich um die ganze Welt düste.
Ich lernte neue Menschen kennen. Ich versuchte mich in fremden Kulturen zurecht zu finden, meistens klappte es, einmal überhaupt nicht. Ich kam in Kontakt mit netten, unfreundlichen, zufriedenen, frustrierten, agressiven und interessierten Feriengästen. Ich lernte neue Sprachen oder versuchte es zumindest. Ich lernte, mich durchzusetzen, auf eigenen Beinen zu stehen, Verantwortung zu übernehmen, in grossen und kleinen Teams zu arbeiten, oder auch alleine eine Destination zu führen. Ich probierte viele neue Spesen (bei einigen Dingen brachte ich es nicht über mich, sie in den Mund zu nehmen...), arbeitete hart und genoss Sonne und Meer.
Es waren spannende sechs Jahre, die mich stark geprägt haben. Trotzdem bin ich froh, den Absprung geschafft, einen tollen Freund, eine schöne Wohnung und nette Freunde gefunden zu haben. Das Zigeunerleben war anstrengend und am Ende waren es genau die Dinge, welche am Anfang interessant waren, die mir verleideten: nette Kollegen kennen lernen und nach einer tollen Saison wieder verabschieden zu müssen, in Hotels oder möblierten Wohnungen zu leben, kein fester Freundeskreis, keine Familie. Sogar der ewige Sonnenschein an den Ferienorten begann mich zu nerven. Ich, die Sonnenanbeterin und Sommerfreundin, vermisste die Jahreszeiten!!
Die Zeit im Ausland hat mir geholfen, Schweizerin zu werden und meine Heimat mit ihren Vor- und Nachteilen lieben zu lernen.
comments
Pausengespräch unter zwei Reiseleitern:
A: Sag mal, sind bei Dir damals nicht mal ein paar Touristen verschwunden?
B: Och, das waren doch nur ein paar! ...
Ich hab ein Buch gelesen, in dem das Wort "Unort" (also Un-Ort) vorkam. Unorte seien Orte, die eigentlich gar keine seien, Orte im Niemandsland - Flughäfen, Hotels, Urlaubsanlagen - und es wurden gewisse schädliche Auswirkungen aufgezeigt, die mit solchen Unorten zusammenhängen. Bezeichnenderweise ist auch das Innere von Autos ein Unort, oder das von Zügen und Flugzeugen. Und wir verbringen immer mehr Zeit darin.
Unort; dieses Wort habe ich noch nie gehört, aber was Sie schildern, klingt interessant. Wie heisst denn das Buch? Von welchen schädlichen Auswirkungen war denn die Rede?
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