Wochenende
Nach drei Jahren ist ein Besuch in meiner Lieblingsstadt längst überfällig... Bueno chicos, hasta la vista!
Mmh oder Wäh?
Folgender Artikel war heute im 20 Minuten zu lesen:
Blocher, Leuenberger und Co. für alle Schleckmäuler
«Wir machen Politik geniessbar»: Mit diesem Slogan präsentiert die Berner Confiserie Beeler ihre neuste Kreation.
Gegossen in feinster Schoggi sind die sieben Bundesräte zum Vernaschen
freigegeben. «Wir wollen nicht nur Politikinteressierte ansprechen,
sondern alle Schleckmäuler», sagt Juniorchef

Neuste Kreation der Berner Confiserie Beeler: Die sieben Bundesräte aus feinster Schokolade.
Marc Beeler.
Hergestellt werden die Schoggi-Bundesräte mit einer speziellen Passform, die ein Künstler
eigens kreierte.
Ich habe etwas widersprüchliche Gefühle:
Bundesräte zu verspeisen, also ich weiss nicht!
Andererseits lassen sich da Träume verwirklichen! Ich könnte den Blocher endlich mal verhauen, zerquetschen, zerdrücken, an die Wand schmeissen, ihm den Kopf abreissen... Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt! Und ob der Couchepin wohl mit Schnaps gefüllt ist?! :-D
Herbstliches Anzieh-Dilemma
Mein Name ist Eugen
Aber: Die Gags sind echt witzig. Der Film wurde lustig umgesetzt, die Musikauswahl fiel ziemlich schräg und unerwartet aus; wir haben uns während zwei Stunden köstlich amüsiert!
Sehr unterhaltsam und absolut empfehlenswert!
Büroausflug
Da es das Wetter dieses Jahr gut mit uns meinte, entschlossen wir uns, den Tag in der freien Natur zu geniessen. Wir begaben uns in die Zentralschweiz (die die meisten aus unserem Team kaum kannten),oder besser gesagt, auf den Weg der Schweiz. Das ist ganz cool. Die einzelnen Wegabschnitte haben unterschiedliche Anforderungen, so dass sowohl geübte Wanderer als auch Unsportliche auf ihre Kosten kommen. Dank Schiff, Bus und Zug können die Abschnitte beliebig miteinander kombiniert werden.
Wir fuhren mit Zug und Schiff nach Rütli. Ich, als 1.-August-Geburtstagskind, muss die Rütliwiese ja wohl einmal im Leben gesehen haben, oder?!
Die Wiese ist nur zu Fuss oder per Schiff erreichbar und war daher ein idealer Platz für die Verbündeten, als sie 1291 schworen: «Wir wollen sein ein Volk von Brüdern, uns nicht trennen in Not und Gefahr!». Ich fand den Platz, ganz unpatriotisch, einfach sehr idyllisch.
Vom Rütli aus erklommen wir dann im Angesicht unseres Schweissen den Seelisberg. Nach 300 Höhenmetern oder 40 Minuten Wanderung war der Gipfel gestürmt und wir wurden mit einer grandiosen Aussicht auf den Urner-See und die umliegenden Berge für unsere Mühen belohnt.
Runter ging's dann zum Glück per Bahn und mit Schiff und Zug zurück nach Bern.
Es hat Spass gemacht und ich bin der Meinung, dass solche Unternehmungen ausserhalb des Büros mit den Arbeitskollegen gut tun.


Offener Brief an Mr. Bush
Lieber Mr. Bush,
wissen Sie zufällig, wo all unsere Hubschrauber sind? Es ist der Tag fünf nach dem Hurrikan Katrina und Tausende sitzen in New Orleans fest und warten auf die Evakuierung aus der Luft. Wo um Himmels Willen haben Sie denn all unsere Militär-Helikopter hingeschickt? Brauchen Sie Hilfe, sie wiederzufinden? Ich habe mal mein Auto auf einem Parkplatz von Sears nicht mehr wiedergefunden, das war vielleicht ein Ärger.
Und noch was: Wissen Sie zufällig, wo all unsere Soldaten der Nationalgarde sind? Wir könnten sie jetzt wirklich gut für das gebrauchen, wozu sie eigentlich da sind, nämlich bei nationalen Katastrophen zu helfen. Wie kommt es eigentlich, dass sie nicht da waren, um genau das zu tun?
Letzten Donnerstag war ich im Süden Floridas und saß draußen, während das Auge des Hurrikans Katrina über mich hinwegzog. Zu dem Zeitpunkt war es nur ein Kategorie-eins-Sturm, aber es war schon ziemlich böse (...) In jener Nacht sagte der Mann vom Wetterbericht, dass der Sturm auf dem Weg nach New Orleans war. Das war am Donnerstag! Hat Ihnen jemand Bescheid gesagt?
Ich weiß, Sie wollten Ihren Urlaub nicht unterbrechen und ich weiß, dass sie schlechte Nachrichten nicht so mögen. (...)
Besonders gut gefallen hat mir, dass Sie am Tag nach dem Hurrikan, statt nach Louisiana zu fliegen, nach San Diego geflogen sind, um dort mit Geschäftsleuten zu feiern. Lassen Sie sich bloß deswegen nichtkritisieren. Schließlich war der Hurrikan vorbei und was zum Teufel hätten Sie tun können, vielleicht den Finger in einen Deich stecken?
Und hören Sie auch nicht auf die, die in den kommenden Tagen aufdecken, dass Sie in diesem Sommer im dritten Jahr in Folge genau den Etat des für New Orleans zuständigen Armee-Ingenieurskorps zusammengestrichen haben. Sagen Sie den Kritikern einfach, dass, auch wenn Sie den Etat zur Befestigung der Dämme nicht gekürzt hätten, es einfach nicht genug Army-Ingenieure gegeben hätte, um die Dämme zu befestigen. Denn die Army-Ingenieure hatten einen viel wichtigeren Wiederaufbau-Job: den Demokratie-Aufbau in Irak!
Am dritten Tag nach dem Hurrikan, als Sie schließlich Ihr Urlaubsquartier verließen, war ich doch beeindruckt, wie schnell die Piloten Ihrer Air-Force-One-
Präsidentenmaschine über New Orleans durch die Wolken gestoßen sind, damit Sie einen schnellen Blick auf die Katastrophe werfen konnten. Hey, ich weiß doch, dass Sie nicht Stopp machen konnten (...)
Es wird diejenigen geben, die versuchen werden, die Tragödie zu politisieren und sie gegen Sie zu verwenden. Ihre Leute sollen bloß immer wieder darauf hinweisen. Gehen Sie auf nichts ein! Auch nicht auf die nervtötenden Wissenschaftler, die vorausgesagt haben, dass so etwas passieren würde, weil das Wasser im Golf von Mexiko wärmer und wärmer wird, so dass ein solcher Sturm unweigerlich kommen musste. Ignorieren Sie sie einfach und auch die Treibhauseffekt-Angsthasen. Es ist überhaupt nichts Ungewöhnliches an einem Hurrikan, der so groß war wie ein Tornado der Stärke 4, der von New York nach Cleveland reicht.
Nein, Mr. Bush, halten Sie Kurs! Es ist nicht Ihre Schuld, dass 30 Prozent der Bürger von New Orleans in Armut leben oder dass Zehntausende kein Transportmittel hatten, um aus der Stadt rauszukommen. Na kommen Sie, es sind doch Schwarze. Was ich sagen will: Es ist doch nicht so, dass sich das ganze in Kennebunkport (Ferienort im US-Ostküstenstaat Maine, wo auch Bush-Senior Urlaub machte, d.Red.) abspielt. Können Sie sich vorstellen, Weiße fünf Tage lang auf ihren Dächern sitzen zu lassen? Spaß beiseite! Die Rassenfrage hat überhaupt nichts damit zu tun.
Halten Sie durch, Mr Bush! Versuchen Sie nur, ein paar Armee-Hubschrauber aufzutreiben und hinzuschicken.. Sagen Sie einfach, New Orleans und die Golf-Küste lägen nahe Tikrit.
Ihr Michael Moore
Übersetzung: Daniel Riegger
Individuell
Sistars in Köniz machen echt coole Taschen. Sie haben zwar ein Standardsortiment. Aber es macht natürlich viel mehr Spass, ein eigenes Sujet zu kreieren und die Farben selber zusammen zu stellen (oder zusammenzustellen? Wie war das noch mal mit der neuen deutschen Rechtschreibung?).
2 erwachsene Leute...
Die Umstände begannen bereits am Tag vorher. Fragt man nämlich den Preis für das Zugbillet im Internet bei SBB ab, so wird man darauf aufmerksam gemacht, dass die Strecke zum neuen Libero-Tarifverbund gehört und man sich über den Preis dort erkundigen müsse. Das habe ich natürlich gemacht. Dann zurück auf der SBB-Website, um den Fahrplan herauszusuchen. Ich bekam 2 Varianten: eine über Biel-Solothurn-Önsingen, eine andere über Olten-Önsingen. Aus meinen Informationen zog ich folgenden Schluss: Sowohl Biel als auch Olten sind im Tarifverbund eingeschlossen. Falsch!, wie sich später herausstellte. Das Liberobillet ist nur gültig, wenn man von Bern mit den RBS nach Solothurn fährt! Diese Variante erscheint aber im elektronischen Fahrplan nicht...! Findet ihr nicht, dass hier irgend etwas falsch läuft?
Wir beschlossen jedenfalls, den Zug um 7.42 Uhr über Biel zu nehmen.
Am nächsten Morgen: Mein Chef und ich haben uns im Zug irgendwie nicht gefunden. Aber, wir sassen beide drin. Nur, der Zug fuhr mit 7 Minuten Verspätung ab. Meine Befürchtung bestätigte sich kurz vor der Ankunft in Biel: Der Anschluss nach Olten war weg. Ich beschloss daher, den "Bummler" zu nehmen, mein Chef entschied sich, das habe ich übers Handy erfahren, den nächsten Schnellzug eine halbe Stunde später zu nehmen. Wir hätten uns dann in Önsingen getroffen, um von dort gemeinsam nach Balsthal zu fahren. Hätten...
Da ich bisher noch nie mit dem Bummler nach Balsthal gefahren bin, wurde ich plötzlich unsicher, ob ich wohl im richtigen Zug war. Die Haltestellen kamen mir sehr unbekannt vor. Als mich dann ein Kollege vom Büro auf dem Handy anrief, bat ich ihn, mal kurz den Fahrplan im Internet zu checken und mir zu sagen, ob der olle Zug in Önsingen überhaupt vorbeifährt. Er schaut und - uuuuuuuh nein, da bist du total im falschen Zug! Gleichzeitig fährt mein Zug in Önsingen ein...
Mein Chef? Weit und breit nirgends zu sehen. Ein weiterer Anruf mit dem Handy (Dank sei dem Mobiltelefonzeitalter) klärt die Situation auf: Weil nur jeder 2. Schnellzug in Önsingen hält, ist seiner bis Olten durchgebraust. Von dort musste er dann den Bummler zurück nehmen. Ich fahre also alleine mit der ÖBB nach Balsthal und komme gerade noch rechtzietig zur Sitzung, mein Chef eine halbe Stunde später.
Findet ihr meinen Bericht etwas umständlich? Nun, Zugfahren IST seit dem 12. Dezember 2004 umständlich!



